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Reisebericht Serbien

Im Zuge der Vorbereitungen auf die 10. Kroatien- Rallye, die diesmal ganz in den Osten Slawoniens führte (ab Seite 12), reservierte ich mir im vergangenen Herbst unsere Dauertest- Kawasaki 1400GTR für eine Woche. In Zagreb holte ich meinen Freund Danijel ab; der war schon ganz heiß auf den dicken Power-Tourer und gegen einen Tausch mit seiner BMW F 800 ST hatte ich nichts einzuwenden. Im Gegenteil, so bekam ich die unerwartete Gelegenheit, mich intensiv mit diesem, wie sich herausstellen sollte, absolut reisetauglichen und agilen Bike zu beschäftigen. Und in den Genuss, stets drei bis vier Liter weniger auf ca. 250 km tanken zu müssen...

In Osijek lernten wir ein paar Jungs vom Motorradclub „My Way“ kennen, die uns einige nette Sträßchen zeigten und Geheimtipps verrieten. „Morgen fahren wir nach Novi Sad in Serbien, da sind wir bei einem Club eingeladen – ihr kommt doch mit, oder?“ vermeldete Sale. Und das war auch eher eine rhetorische Frage, denn er hatte uns dort schon als Gäste angekündigt. So läuft das hier unter Bikern. Zu Gast bei den Ladies Novi Sad In der lebendigen Universitätsstadt Novi Sad an der Donau angekommen, schauten wir uns zunächst das sehenswerte, barocke Zentrum an, danach die gigantische Festung Petrovaradin, im 18. Jahrhundert zur Verteidigung des Habsburgischen Reiches gegen das Osmanische errichtet. Dort wurden wir von Mitgliedern des „Ladies MC Novi Sad“ abgeholt, die uns auf ihr Gelände am Donauufer begleiteten. Ein Frauenclub? Cool! Doch so eng wird das nicht gesehen; auch deren Männer dürfen mit aufs Gelände, das Abzeichen gibt’s jedoch nur für Damen. Überhaupt läuft hier alles ziemlich locker und wir hatten trotz sprachlicher Hürden eine Menge Spaß. Als erster deutscher Gast wurde ich zum Abschied sogar mit einem Club-T-Shirt und einem gefüllten Flachmann beschenkt. Das war echt rührend, danke Mädels. Dass dies nicht der letzte Besuch in Serbien sein würde, war schnell klar. Nicht zuletzt deshalb, weil wir mit Božo und Braca Bekanntschaft geschlossen haben, die das noch junge Reiseunternehmen AdventurRiders Beograd gegründet haben. Mit deren Einladung in der Tasche war es nur noch eine Frage des Termins, wann wir zur großen Serbien-Tour aufbrechen würden.

Auf dem Weg nach Belgrad Ende April 2009 ist es dann so weit. Danijel mit seiner KTM 990 Adventure S, Simon auf seiner BMW R 1200 GS und ich mit der Triumph Tiger im Touratech Streetline-Trimm (siehe RM 2009/4) brettern auf der kroatischen A3 Richtung Belgrad. An der serbischen Grenze müssen wir uns in die lange Schlange einreihen. Nach penibler Prüfung von Fahrzeugschein und Grüner Versicherungskarte werden endlich unsere Reisepässe abgestempelt – eine mittlerweile ungewohnte Prozedur gerade mal 700 Kilometer von München entfernt. Ungewohnt sind nunmehr auch die Geldmenge (für einen Euro bekommt man 95 Dinar), Fußgänger und Pferdefuhrwerke auf den Schnellstraßen und die kyrillische Beschilderung. Die Hauptrouten sind zwar zusätzlich mit lateinischen Buchstaben ausgewiesen, doch die werden wir spätestens morgen verlassen. So langsam nähern wir uns der Zwei-Millionen-Metropole Belgrad bzw. Beograd, wie sie auf serbisch heißt. Mina, unsere Begleiterin für die kommende Woche, empfängt uns an der vereinbarten Tankstelle und lotst uns auf ihrer BMW F 800 GS in abenteuerlichster Weise durch den wirren Großstadtverkehr. Am Hotel direkt im Zentrum angekommen, beantwortet sie meinen fragenden Blick in perfektem Englisch; sinngemäß: „Hier gibt es keine Regeln, da musst du dich durchkämpfen“ – das kann ja heiter werden... Beim Abendessen lernen wir unsere Mitfahrer kennen. Božo stellt uns Mika als zweiten Tourguide vor sowie einige Freunde, die unseren Besuch zum Anlass für einen Oster-Ausflug nehmen. Im orthodoxen Serbien werden nämlich die Kirchenfeste nach dem julianischen Kalender ausgerichtet, wonach Ostern in diesem Jahr eine Woche später als bei uns stattfindet. Wir beschließen den Abend in einer der vielen netten Kneipen in der Strahinjica Bana-Straße, die aufgrund auffallend wohlgeformter weiblicher Gäste intern auch „Silikon Valley“ genannt wird.

Die große Serbien-Runde mit neun Motorrädern verlassen wir Belgrad in östlicher Richtung. Die Gegend wird ländlicher, die Häuser werden kleiner und einfacher, hier und da treffen wir auf Zigeunersiedlungen, aber auch auf Industriebetriebe im weiten, flachen, grünen Land. Der Straßenzustand wird schlechter. Bei Kostolac stoßen wir auf die „Kulturreiseroute der römischen Kaiser in Serbien“, die wichtige Orte mit antiker Geschichte verbindet. Immerhin 17 Römische Kaiser wurden auf dem Gebiet des heutigen Serbien geboren. Das hier teilweise frei gelegte Viminacium zum Beispiel war vom ersten bis zum sechsten Jahrhundert eine der wichtigsten römischen Städte und Militärlager am Limes, der Grenze des römischen Reichs entlang der Donau. Dieser folgen wir den ganzen Nachmittag. Nach der Festung Golubac, an der breitesten Stelle der Donau, kommen wir in den Đerdap- Nationalpark, der als größte Flussklippenlandschaft Europas gilt. Hier durchbricht die Donau die südlichen Karpaten und bildet die Grenze zu Rumänien. Diese sehr schöne Route mit einigen unbeleuchteten Tunnels und fantastischen Ausblicken, wird auch Donau-Magistrale genannt. Die engste Stelle, in der Nähe von Glubinje, ist bekannt als „Eisernes Tor“ oder „Đerdapska klisura“. Durch Strudel, Untiefen und ein Riff war diese Passage früher schwer schiffbar und ließ zahlreiche Schiffe havarieren. Seit dem Bau des gewaltigen Damms kurz vor Kladovo, einem rumänisch-jugoslawischen Gemeinschaftsprojekt, ist der Fluss seit Inbetriebnahme 1972 gebändigt. Trotzdem zählt dieser Abschnitt durch Schluchten und bis zu 500 Meter aufragenden Felsen immer noch zu den spektakulärsten Donaulandschaften.

Guter Wein und gutes Essen Seit den Römern spielt auch in der Gegend um Negotin der Weinanbau eine große Rolle. Rund 280 Winzer bewirtschaften das hügelige Umland und einige davon führen kleine Lokale. Etwa 30 km von dem Städtchen entfernt, lassen wir uns in einem urigen Gewölberaum köstliche Hausmannskost schmecken: Ziegenkäse, Lamm, Pilze, panierter und gebratener Schmalz, Kaimak (Milchprodukt ähnlich Sauerrahm), Bohnen,selbst gebackenes Brot, Raki (wie Grappa) und natürlich Hauswein. Das schmeckt ausgesprochen lecker und ist garantiert frei von künstlichen Aromen, Ersatz- und sonstigen Zusatzstoffen.

Nach Felix Romuliana, einer weiteren interessanten römischen Ausgrabungsstätte bei Gamzigrad, übernimmt Ivan vorübergehend die Führung und schlägt eine Abkürzung vor. Die entpuppt sich bald als ungepflegte Naturstraße: Schlamm, Furchen, Steine, Äste, Pfützen – das volle Programm. Die Enduro-Leute – also alle außer mir – haben ihren Spaß dabei. Mein total verdrecktes Straßenmotorrad zieht nur mitleidige Blicke auf sich. Schon klar, wer heute Abend mein Bier bezahlt... Beschaulich liegt Kloster Manasija im dichten Laubwald und einige Teilnehmer zünden heute zu Ostern andächtig eine Kerze an. Das Oster- Menü gibt’s dann abends in Aranđelovac, wo wir im „Lovački Raj“ einkehren, was so viel wie „Jäger-Paradies“ bedeutet. Entsprechend fällt die Speisekarte aus: Reh, Hirsch, Wildschwein, Gemüse und „wilder Wein“ mit starkem Brombeergeschmack. Am Nebentisch bringen Musikanten ein Ständchen, während die allabendliche Diskussion BMW gegen KTM wieder in Gang kommt. Die wichtigste Frage heute: Wieviel Zeitersparnis bringt die Fahrt ohne Koffer…? Überall klingelt ein Handy, jeder hat mindestens zwei.

Im Tara-Nationalpark Weiter Richtung Süden wird es immer bergiger und schluchtiger. Das größte Wasserkraftwerk des Landes liegt bei Bajina Bašta an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina und nutzt die natürliche Kraft des Flusses Drina. Wir sind bereits im Tara Nationalpark, dessen berühmte Schlucht jedoch noch ein gutes Stück südlicher in Montenegro liegt. Sehr viel kürzer hingegen ist es bis zu unserem Tageziel Drvendgrad (Holzstadt) in Mokra Gora in der Nähe von Kremna. Ein ausgesprochen schön gelegenes Feriendorf, bestehend aus urigen Holzhäusern, Dorfplatz, Kneipe, Museum und Kirche. Dazwischen finden sich witzige Holzskulpturen und eine Trabant- Stretchlimousine. Der bekannte Regisseur Emir Kusturica, dessen Film „Underground“ 1995 die Goldene Palme in Cannes erhielt, nutzte das Dorf als Kulisse für seinen Film „Das Leben ist ein Wunder“. Unter seiner Anleitung wird das auch als „Küstendorf“ bekannte Areal im alten, traditionellen Stil weiter ausgebaut und zeitweise wohnt er auch hier. Abgesehen von wenigen Ortschaften umgibt uns auf dem Weg nach Montenegro eine wilde, ursprüngliche Berglandschaft. In der Nähe von Nova Varoš etwa leben noch 50 Paare geschützter Weißkopfgänsegeier. Der serbische Zöllner ist sehr angetan von meiner Triumph Tiger, setzt sich sofort drauf und lässt sich von seiner Kollegin mit dem Handy fotografieren. Der montenegrische Grenzbeamte dagegen schaut anfangs sehr streng und befiehlt: „Helm runter!“, „ Papiere!“ Doch nach ein paar Späßchen innerhalb unserer Gruppe kann auch er ein Grinsen nicht mehr verbergen. In Pljevlja halten wir kurz am größten Minarett auf dem Balkan, dann geht’s nach Đurdevića zur bekannten, großen Brücke über die Tara-Schlucht. Sie ist nach dem Gran Canyon in den USA der zweitgrößte Canyon der Welt. Zwei einheimische Motorradfahrer auf BMW R 1200 GS Adventure und HP2 erwarten uns schon, denn sie möchten uns die nächsten beiden Tage begleiten. Auf dem Balkan halten viele Biker über Internetforen Kontakt, tauschen Tipps und Infos aus und verabreden sich unterwegs auf ihren Touren. Durch die nun folgende Gegend führte übrigens auch eine Etappe der 9. Kroatien- Rallye, nachzulesen in RM 2008/4.

Im Durmitor-Gebirge Wir kurven auf die vegetationsarme Hochebene hinauf nach Žabljak (1.450 m). Einige von uns fahren trialartig offroad durch die Landschaft. Das stört hier absolut niemanden und ist völlig legal. Wenn man Mina Glauben schenken darf, gibt es keine Verbote: „Du kannst tun, was du willst“.

Es ist kalt und auf den Bergen liegt noch Schnee. Die Skisaison ist zu Ende und die Sommer-/ Wandersaison hat noch nicht begonnen. Dementsprechend ist hier im „Durmitor Ski Center“-Gebiet absolut nichts los. Dank guter Kontakte der Balkan-Biker-Gemeinde öffnet ein Restaurant extra für uns. Es ist dann aber auch das teuerste auf der ganzen Tour... Bevor wir in der Hauptstadt Podgorica eintreffen, führt die Route noch ein ganzes Stück über die Hochebene. Es nieselt. Wir schlängeln uns in gemäßigtem Tempo durch die kahle Landschaft und dann in engen Kurven bergab. Zunächst über furchtbar schlechten Belag, der aber später perfektem Asphalt weicht. Im quirligen Podgorica schließlich verabschieden wir uns im Biker-Café/Pizzeria Long Road von unseren neuen Freunden. Auf deren Empfehlung hin nehmen wir ab Cetinje nicht Kurs auf Budva, sondern fahren die Strecke westlich über die Berge. Nach zahlreichen Kurven und Serpentinen eröffnet sich ein fantastischer Blick auf die Bucht von Kotor und das Mittelmeer. Es dämmert schon, als wir mit der Fähre nach Bijela übersetzen. Von Herzig Novi aus, dem südlichsten Punkt der Tour, treten wir die Rückreise an.

Zunächst geht’s durch eine leicht hügelige, weite, grüne Landschaft. Vor uns liegt eine dunkle Bergkulisse, was keine Zweifel darüber aufkommen lässt, dass wir immer noch in Montenegro sind, was ja so viel wie „schwarze Berge“ bedeutet. Die Straße über Grahovo zur Grenze bei Vilusi ist neu angelegt, führt in weiten Kurven durch teils abgetragene, felsige Hügel – hier ist mein Streetliner voll in seinem Element. So viel Fahrspaß gibt’s allerdings nicht umsonst. Einsfuffzig (Euro) sind an der Mautstation vor der Grenze fällig. Durch die Enklave Srpska Nach dem üblichen Grenzgedöns reisen wir in die serbische Enklave Srpska ein, die im Staatsgebiet von Bosnien-Herzegowina liegt. In Trebinje, der nächst größeren Stadt, stoppen wir direkt an der Brücke über den Fluss Trebišnjica am Biker- Café Underground. Eine sehr gute Location mit Motorradparkplatz – man kennt sich aus dem Internet. Zügig zu befahren ist die Straße Nr. 20 nach Norden. Da lassen wir es ordentlich krachen, „no rules“ scheint auch hier zu gelten. Diese superschöne, nahezu verkehrslose Strecke mit Aussicht auf schneebedeckte Berge sorgt für eine ausgelassene, fast übermütige Stimmung.

Danijel und Mika fotografieren sich gegenseitig während der Fahrt mit ihren kleinen Digitalkameras. Freie Fahrt, ab und zu ein Tunnel und sehr schöne Aussichten bietet die Route entlang des Flusses Drina bis Višegrad in der späten Nachmittagssonne. Die imposante „Brücke über die Drina“, der Nobelpreisträger Ivo Andrić mit seinem gleichnamigen Roman ein literarisches Denkmal gesetzt hat, gehört seit 2007 zum UNESCO Weltkulturerbe. Kurz darauf sind wir wieder in Serbien und übernachten ein letztes Mal in den Bergen. Sirogojno ist auch ein so genanntes Etnodorf, also ein im ursprünglichen, rustikalen Stil gehaltenes Museumsdorf mitten im Wald. Es liegt gar nicht so weit vom „Kusturica- Dorf“ entfernt, und so schließt sich praktisch der Kreis unserer Tour.

Keine zwei Stunden später hat uns am nächsten Tag die Hauptverkehrsroute nach Belgrad wieder. Wir nähern uns der Großstadt auf der so genannten „Ibarska Magistrala“, die zunächst die Nummer vier und dann die 22 trägt. Immer mehr Lkws, langsame wie schnelle Pkws und landwirtschaftliche Fahrzeuge sorgen für eine hohe Verkehrsdichte und lange Kolonnen. Wir überholen alles. Ach ja, es gibt ja keine Regeln... Froh, wieder heil im Hotel angekommen zu sein, flanieren wir abends durch die Fußgängerzone. Beim Abschlussessen in Ivan’s eleganter Pizzeria „Piazza“ lassen wir die Tour noch einmal Revue passieren. Es war eine sehr schöne, interessante, aufschlussreiche und harmonische Reise. Keiner musste sich beweisen und jeder wurde so akzeptiert, wie er ist.

Offensichtlich stehen die jungen Leute über den jüngsten kriegerischen Auseinandersetzungen ihrer Väter, zumindest wird nicht darüber gesprochen. Und irgendwann zu später Stunde kommt jemand darauf, dass durch die Mitfahrer alle Länder Ex-Jugoslawiens vertreten waren: Serbien, Slowenien, Kroatien, Montenegro, und Bosnien durch einige Elternteile. Nur ein Teil war nicht besetzt. So werde ich kurzerhand zum „Onkel aus Mazedonien“ erklärt...

Die Republik Serbien (Länderkennzeichen SRB) umfasst eine Fläche von 77.484 qkm und liegt zentral auf dem Balkan.
Sie ist umgeben von den Ländern Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Mazedonien, Kosovo, Montenegro, Bosnien-Herzegowina und Kroatien.
Der Norden des Landes ist flach, während Zentral- und Südserbien bergig sind. Es gibt 15 Berge mit über 2.000 Metern Höhe.
In der Hauptstadt Belgrad (Beograd) leben rund zwei Millionen Menschen. Die Amtssprache ist Serbisch. Geschrieben wird sowohl mit kyrillischen als auch lateinischen Buchstaben, die Behörden sind jedoch zum Gebrauch der kyrillischen Schrift verpflichtet.

Klima
In Serbien herrscht gemäßigtes Kontinentalklima. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 11° C. Die Wintertemperaturen schwanken zwischen -5° C und 10° C, die Sommertemperaturen liegen um die 30° C.

Politisch
Infolge des Bürgerkriegs in den 1990er-Jahren ging die Zahl ausländischer Besucher dramatisch zurück. Im Jahr 2006 investierte die Regierung 50 Millionen Euro in die Förderung des Tourismus.

Die Sicherheitslage in Serbien ist grundsätzlich ruhig. Unter www.auswaertiges-amt.de findet man die aktuellsten Informationen.
Motorrad fahren
Der Straßenzustand in Serbien umfasst die gesamte Palette von gut asphaltierten Strecken bis hin zu holprigem Flickwerk mit Schlaglöchern und abrupt wechselnden Belägen. Reise-Enduro-Fahrer sind deshalb klar im Vorteil. Im ländlich geprägten Serbien herrscht wenig Verkehr. Mit Pferdefuhrwerken, extrem langsamen Fahrzeugen und Rasern ist jederzeit zu rechnen, ebenso mit mangelhafter Beleuchtung. Bei Nachtfahrten gilt daher höchste Aufmerksamkeit. Gute Nerven und eine sichere Fahrzeugbeherrschung erfordert das Verkehrsgewühl in Belgrad zur Rushhour. Achtung: Es gibt zwei verschiedene Sorten von bleifreiem Super-Benzin, beide aus grünen Zapfpistolen. Das mit dem Zusatz „BMB“ entspricht Eurosuper 95.

Formalitäten
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Serbien einen Reisepass. Da ein visumfreier Aufenthalt bis zu 90 Tagen möglich ist, muss auch der Reisepass mindestens noch so lange gültig sein

Geld
Offizielle Währung in Serbien ist der Dinar (1 Dinar = 100 Para). Für einen Euro bekommt man 95 Dinar. Der Euro ist als Zahlungsmittel nicht zugelassen. Außerhalb von Großstädten und touristisch erschlossenen Gebieten ist die Geldversorgung mit EC-Karte nur begrenzt möglich. Auch kann nicht überall mit ausländischen Kreditkarten bezahlt werden. Es sollte also immer ausreichend
Bargeld mitgeführt werden. Das Preisniveau ist deutlich geringer als in Deutschland. Ein Liter Super kostet umgerechnet knapp einen Euro.

Highlights
• Viminacium, sehr interessante römische Ausgrabungsstätte, in der Nähe von Kostolac, www.viminacium.org.rs
• Djerdap, Eisernes Tor
• Damm/Kraftwerk bei Kladovo
• Gamzigrad, Felix Romuliana, römische Siedlung
• Kloster Manasija
• Mokra Gora, „Küstendorf“, Filmdorf von Emir Kusturica
• Etnoselo (Museumsdorf), Sirogojno“, Zlatibor
• Nikola Tesla-Museum in Belgrad
• Die Weinrouten Serbiens, www.serbia.travel
• Kulturreiseroute der römischen Kaiser in Serbien
• Transromanica, europäische Kulturroute, www.transromanica.com
• Tara Nationalpark und Tara Canyon (MNE)
• Budva, sehenswerte Altstadt, und die Bucht von Kotor (MNE)
• Višegrad „Die Brücke über die Drina“ (BiH)

Reiseführer und Landkarten
• Serbien auf der Hand, Komshe, ISBN 868624501-3, € 16,95; siehe auch www.serbiainyourhands.com (englisch)
• Serbien entdecken, Trescher Verlag, 472 Seiten, ISBN 978-3-89794-066-6, € 19,95 (www.trescherverlag.de)
• Falk Länderkarte Slowenien/Kroatien/Bosnien-Herzegowina/Serbien und Montenegro/Makedonien/Albanien, 1 : 750.000, ISBN 3827918456, € 8,50
• Brauchbares Kartenmaterial gibt es auch an Tankstellen vor Ort.
Diese Tour wird veranstaltet von:
• AdventurRiders Beograd, Gep d.o.o., Knez Mihailova 4, 11000 Belgrad,  www.adventureride.rs, info@adventureride.rs, Telefon 381 64 99 21 920 (Mina
Kovačević, englisch)
Sie kann auch gebucht werden über:
• Blue Bike Tours, Danijel Sedić, Müllerstraße 48, 80469 München, Telefon (089) 95 48 89 67, Fax (01 80) 50 60 33 50 07 89, Mobil (01 76) 20 66 09 23, info@bluebiketours.de, www.bluebiketours.de (deutsch)

Anreise
Nach unserer Anreise über die Autobahn (München – Villach –Ljubljana – Zagreb – Belgrad) standen 952 km auf dem Zähler. Die Straßenbenutzungsgebühren für diese Strecke (hin und zurück) belaufen sich auf rund 80 Euro. Angesichts äußerst geringen Verkehrsaufkommens war die Rückreise an einem Tag zu schaffen. Alternativ bietet sich auch die Anreise per DB AutoZug bis Villach an (www.autozug.de) oder man fliegt nach Belgrad und mietet sich eine BMW beim Veranstalter.

Auf der Hinfahrt haben wir übernachtet in
• Hotel Laviza, Livadićeva 5, HR-10430 Samobor, Telefon 385-(0)1-3368000, Fax -3324946, ÜF 232 Kuna (ca. 33 Euro). Zentrale Lage in hübscher Kleinstadt, kurz nach der SLO/HR-Grenze von Ljubljana kommend.

Unterkunft
Wir haben übernachtet in:
• Balkan-Hotel, Prizrenska 2, SRB-11000 Belgrad. Tel. 381-(0)11-3636-000, Fax -2687-581, www.balkanhotel.net. Vier-Sterne-Hotel im Zentrum, ÜF ab 130,– Euro
• Vila Tea, Stanka Paunovic´a 13, Negotin (Serbien), Telefon 381-(0)64-1896647. Chef spricht Deutsch
• Apart Hotel Kukoljac, Njegoševa 111a, Herzig Novi (Montenegro), Telefon 381-(0)69-34 58 45, Fax 381-(0)88-321719, vilakukoljac@cg.yu
• Hotel Javor, 84220 Žabljak(Montenegro), Telefon 381-(0)52-361337
• Mokra Gora, „Küstendorf“, www.mecavnik.info/wsw/index.php?p=197
• Old Village Sirogojno Zlatibor, www.sirogojno.org.rs

Einkehrtipps für unterwegs:
• Hotel Višegrad, Telefon 387-(0)58-631-051, Fax -622-444. Direkt an der Brücke über die Drina, Terrasse, gute Küche.
• Café Long Road (Pizzerija Kalabrija), Podgorzia/Montenegro, www.zvdesign.info.

Wichtige Adressen
• National Tourist Organisation of Serbia, Omladinskih brigada 1, SRB-11000 Belgrade, P.O. Box 433, Telefon 381-(0)11-3139785, Fax 381-(0)11-3221068, www.serbia.travel, office@serbia.travel.

Hier kann man auch Broschüren auf Deutsch bestellen.
• Botschaft der Republik Serbien, Taubertstraße 18, 14193 Berlin, Tel. (030) 895 77 00, Fax 825 22 06, E-Mail: info@botschaft-smg.de
• www.serbien-montenegro.de


Text: Tony Sacher
Bilder: Mika Knežević, Toni Sacher, Danijel Sedić

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